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Grüner Tee & Grünteemischungen

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Hättest du es gewusst? Grüner Tee und Schwarzer Tee stammen eigentlich von der selben Pflanze ab. Der lateinische Name der Teepflanze lautet: Camellia Sinensis. Seine typische Farbe erhält der Schwarztee dann erst durch den weiteren Verlauf der Verarbeitung der Teeblätter. Interessant, oder? Aber wir wollten uns ja eigentlich mit Grüntee beschäftigen.

Geerntet werden Grüner und Schwarzer Tee noch absolut identisch. Die Blätter werden sehr sorgfältig gepflückt um selbst kleine Risse zu vermeiden. Denn wenn die Teeblätter brechen oder verletzt werden, könnte Luft in die Blätter eindringen und die, beim Grüntee ungewünschte, Oxidation auslösen. Nach dem Pflücken werden die frischen Teeblätter gewelkt. Dieser Prozess soll die Feuchtigkeit entziehen und die Teeblätter geschmeidig machen. Im Anschluss werden sie kurz erhitzt bzw. gedämpft. Dadurch werden die pflanzeneigenen Fermente (Enzyme) unterdrückt wodurch der Tee seine grüne Farbe und viele seiner gesunden Bestandteile behält. Nach dem Dämpfen wird der Tee gerollt und so in seine endgültige Form gebracht und ein letztes Mal getrocknet. Dem Grüntee wird jetzt die letzte Restfeuchte bis auf 3 - 5% entzogen. Damit werden die wertvollen und gesunden Inhaltsstoffe der Teeblätter konserviert.


Grüner Tee - woher kommt er?

China und Japan sind die größten Hersteller und Lieferanten von Grüntee. Zusammen genommen kommt aus diesen beiden Ländern mehr als die Hälfte der weltweiten Produktion. Aber auch aus Taiwan und Sri Lanka kommen hervorragende Grüntees. Am besten gedeihen die Teepflanzen in tropischen und subtropischen Hochlagen mit hoher Luftfeuchtigkeit und stabilen Temperaturen von etwas unter 20 Grad.

Das bekannteste Teeanbaugebiet in Japan ist Shizuoka. Westlich von Tokio am Fuße des heiligen Fuji-Berges gelegen kommen von hier bekannte Teesorten wie Bancha, Sencha und Gyokuro und werden in alle Welt exportiert.


Grüntee Sencha

Der japanische Grüntee Sencha ist der "Bestseller" unter den Grüntees. Mit nahezu 80% ist er der am meisten angebaute und getrunkene Grüntee. Auch in den westlichen Ländern ist er der bekannteste Grüne Tee. Der Geschmack von Sencha Tee kann leicht variieren. Hochwertiger Sencha schmeckt und duftet leicht grasig. Wenn der Sencha noch mit Zusatzstoffen wie Aloe Vera oder Kumbucha angereichert wird, entstehen daraus schmackhafte Grüntees mit wohltuender Wirkung.


Grüntee Matcha

Match bedeutet auf japanisch "gemahlener Tee". Und damit ist über diesen Tee schon einiges gesagt. Es handelt sich um ein Teepulver der in einer Schale mit heißem Wasser aufgegossen und dann mit einem Bambusbesen aufgeschäumt wird. Nicht nur die Herstellung von Matcha Tee ist außergewöhnlich, der Tee verfügt auch über besondere Eigenschaften da er hervorragend in andere Lebensmittel wie z.B. Eis, Kuchen, Shakes oder ähnliches gemischt werden kann. Aber auch die Kombination mit anderen Grüntees macht sich sehr gut, wie z.B. in unserem Matcha Gen Mai Cha.


Gyokuro

Der Gyokuro ist der edelste japanische Grüntee. Das besondere an diesem Tee ist, dass er beschattet wird. Wenn die Teesträucher eine gewisse Zeit vor der Ernte beschattet werden, wird dadurch die Umwandlung von Aminosäure L-Theanin in sogenannte Catechine (Polyphenole) bei zu einem bestimmten Grad unterbunden. Die Aminosäuren bleiben erhalten und die Catechine werden weniger gebildet. Die Teeblätter bilden außerdem deutlich mehr Chlorophyll aus. Was sich hier sehr technisch liest kann man auch sehr einfach ausdrücken. Gyokuro Grüntee hat einen einmaligen Geschmack!


Gunpowder

Gunpowder Grüntee kommt aus China und sein Name bedeutet wörtlich aus dem chinesischen "Perlen Tee". Kein Wunder denn die Blätter werden kugelförmig gerollt. Seinen englischen Namen verdankt dieser Grüne Tee nicht nur dieser Form sondern auch seinem starkem, rauchigem Aroma. Im Vergleich mit anderen Grüntees hat Gunpowder Tee einen deutlich höheren Koffeingehalt.


Jasmin Dragon Pearls

Für diesen einzigartigen Grüntee werden nur Teeblätter aus der Frühlingspflückung verwendet. Aber nicht nur dadurch hebt er sich von anderen Teesorten ab. Auch seine Herstellung ist etwas ganz Besonderes. Der Tee wird zusammen mit frischen Jasminblüten aufgeschichtet. Die zwischen dem Tee liegenden Jasminblüten öffnen sich am Abend und geben ihr Aroma an den Tee ab. Mit immer wieder frischen Blüten wird dieser Vorgang mehrere Tage lang wiederholt. Dadurch reichert sich das Jasminaroma im Tee an. Anschließend wird der Tee von den Jasminblüten getrennt und in Handarbeit zu kleinen Perlen gerollt und getrocknet. Durch das Rollen ergeben sich in den namensgebenden Perlen geschwungene Zeichnungen.


Grüner Tee - wie wird er zubereitet?

Die entscheidenden Faktoren bei der richtigen Zubereitung von Grüntee sind die Wassertemperatur und die Ziehzeit. Im Gegensatz zu anderen Teesorten sollte das Wasser bei der Zubereitung von Grüntee nicht kochen, sondern erst wieder auf ca. 80 - 85 Grad abkühlen. Bei feinen und jungen Teesorten sollte das Wasser sogar nur ca. 70 Grad warm sein. Der Grund ist der, dass bei höheren Wassertemperaturen bestimmte Inhaltsstoffe wie z.B. Vitamine, Antioxidantien, Aminosäuren geschädigt werden und zum anderen z.B. Oxalsäure, bestimmte Gerbstoffe und Catechine vermehrt im heißen Wasser gelöst werden. Zusätzlich wird der Tee durch die vermehrt freigesetzten Gerbstoffe bitter.

Eine weitere Besonderheit von Grüntees im Allgemeinen ist, dass man sie (als einzige Teesorte) mehrfach aufgießen kann. Wie oft man den Grüntee aufgießen kann, hängt von der Qualität des Tees ab. Qualitativ hochwertiger Grüner Tee, wie du ihn in unserem Onlineshop bestellen kannst, kann ohne weiteres bis zu drei Mal aufgegossen werden. Was du jedoch schnell bemerken wirst ist, dass jeder Aufguss einen etwas anderen Charakter entwickeln wird, was Stärke und Geschmack betrifft. Generell gilt aus Faustregel, dass der erste Aufguss in der Regel geschmacklich am intensivsten ist.

Beim zweiten Aufguss sollte der Grüntee bei einer leicht höheren Wassertemperatur ein wenig kürzer ziehen als beim ersten Mal. Die Teeblätter sind ja schließlich das zweite Mal im Wasser. Beim dritten Aufguss kann es wiederum sein, dass eine etwas längere Ziehzeit notwendig ist um so noch etwas mehr Geschmack zu erreichen.

In letzter Konsequenz entscheidet bei all diesen Hinweisen aber doch der persönlich Geschmack darüber wie du einen Grüntee zubereitest. Es lohnt sich auf jeden Fall ein wenig zu experimentieren.

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