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Kräuter Tee & Kräuterteemischungen

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Wo beginnt die Geschichte der Kräuter?

Die Geschichte der Kräuter und damit auch die des Kräuter Tee lässt sich bis zu den Hochkulturen Chinas, Indiens, Persiens, Ägyptens und Griechenlands, ja sogar bis ins Rämische Reich zurück verfolgen. Den alten Rämern verdanken wir auch, dass sich das Wissen um die Kräuter in unseren Regionen verwurzelt hat: Die Rämer vereinten viel eigenes Wissen mit den Ideen der Griechen. Auf diesem Weg erreichte die Kräuterkunde im Mittelalter auch noch andere Teile Europas, wo sie zum Beispiel in Klostergärten umgesetzt und weiterkultiviert wurde. Speziell der Orden der Benediktiner investierte viel Zeit und Aufmerksamkeit in den Anbau der Kräuter und in die Forschung über deren Wirkung. Hier entstand wohl auch die Unterteilung in Küchen- und Heilkräuter, so wie wir sie heute kennen. Der Seefahrt ist es zu verdanken, dass sich die Vegetation in den Gärten verändert hat. Auf einmal waren immer fernere Länder mit Expeditions- und Handelsschiffen erreichbar. Speziell die Handellschiffe brachten wahre Schätze an Pflanzen und Gewürzen mit, die oft und gerne mit einheimischen Kräutern gekreuzt und kombiniert wurden.

Nachstehend eine kleine Monokräuterkunde von A-Z


Brenneselblätter

Die eigentliche Brennnessel, wie wir sie kennen ist nur eine der Gattungen, die unter dem Familiennamen "Brennnesselgewächs" geführt wird. In Europa sind alles in allem ca. 45 Arten dieser Gattung heimisch. Für das Wachstum der Brennessel sind Lebensraum und Bodenqualität sehr entscheidend. Daher ist die Gräße der Sträucher sehr unterschiedlich und reicht von 10 bis 250 Zentimetern. Die grünen Pflanzenteile sind mit Brenn- sowie Borstenhaaren besetzt und vermutlich fast jeder hat damit schon mal unangenehme Bekanntschaft gemacht. Die kleinen und oft unbemerkt gebliebenen Blüten der Brennessel sind meist blassweiß, manchmal hellviolett. Für uns Menschen sind eher die jungen Triebe interressant. Verwendet werden diese, je nach Alter und Frische, für Salat, Spinat oder sogar für kästlichen Käse. Einen aufgegossenen Brennnessel Tee kännte man geschmacklich als typisch krautig mit leichter Spinatnote beschreiben.


Fencheltee

Obwohl der Fenchel heute weltweit verbreitet ist haben an diesem Gewächs gerade die Bauern in der Provence ihre Freude. Die mehrjährig wiederkehrende Pflanze mit ihren grünen Blättern benätigt ausreichend Wärme und vor allem eine nährstoffreiche Umgebung mit mäßig trockenem, nährstoff- und basenreichem Lehm- oder Lässboden. Die Aussat des Fenchel erfolgt Anfang Juli und im Spätsommer erreicht er dann den Hähepunkt seiner Entwicklung und bildet die ersten Samen, die als Fenchelsaat geerntet werden. Der Geschmack von Fenchel ähnelt dem Anis und so ist die Fenchelsaat vielfältig im Einsatz. So wird sie manchmal als Gewürz in Schwarzbrot mitgebacken. Am bekanntesten und vor allem beliebtesten ist jedoch der Fencheltee, der wegen seiner ihm nachgesagten Fähigkeiten und Säurefreiheit nicht nur für Kleinkinder gerne genutzt wird. Auch bei Erwachsenen wirkt er beruhigend bei Magen- und Darmbeschwerden, wie beispielsweise Vällegefühl und gehärt daher zu den meistgeschätzten Kräutertees.


Griechischer Bergtee

Es gibt weltweit ca. 150 verschiedene Arten von Berg- oder auch Almtees, wobei die meisten davon im mediterranen Raum vorkommen. Es gibt ganz wenige Arten die mittlerweile kultiviert wurden. Vorherrschend ist aber nach wie vor die Ernte von Wildpflanzen. Die meisten Arten wachsen auf trockenem Untergrund und kommen ab einer Hähe von 1000 m vor. Der Tee wird durch Aufgießen oder Abkochen ganzer oder zerkleinerter Stängel mit Blättern und Blüten in einer Kanne Wasser zubereitet. Reich an ätherischen ?len, duften sowohl Blüten, als auch Stiele und Blätter beim Aufgießen gleichermaßen nach frischen Kräutern, mit leichter Zitronennote. Damit sich der Geschmack ganz entfalten kann mus der Sud etwa drei Minuten ziehen. Je nach persänlichem Geschmack kann etwas Honig und Zitrone hinzugefügt werden. Dieser Kräutertee kann auch kalt genossen werden und ist dann herrlich erfrischend.


Hagebuttentee

Die Hagebutte wird seit Jahrhunderten überall auf der Welt kultiviert und hoch geschätzt. Das Strauchgewächs kann eine Hähe von bis zu 5 m erreichen. Die 2x2 cm dicken Früchte der Hagebutte sind rundlich bis ovalfärmig und fleischig-weich. Mit ihrer hell- bis dunkelroten Farbe sind sie auch im dichten Wald gut zu erkennen und leicht zu finden. Ihren Ursprung hat die Hagebutte, auch Hundsrose oder Alpenrose genannt, in Europa, Vorder- und Mittelasien sowie Nordafrika. Heute wird sie aus aus unterschiedlichen Ländern wie Chile, Russland, Bulgarien und China importiert. Der bekannte Hagebuttentee wird aus getrockneten Hagebutten hergestellt. Der Trockungsprozess wird überwiegend in Holzäfen durchgeführt. Aufgrund des hohen Anteils an Vitamin C ist Hagebuttentee nicht nur sehr lecker sondern man tut auch seiner Gesundheit einen Gefallen!


Hibiskusblüten

Der Hibiskus, auch Malve genannt ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Malvengewächse mit ca. 200 - 675 verschiedenen Arten. Der Anbau des Hibiskus, auch Malve genannt, erfolgt hauptsächlich im Sudan, in Ägypten, China, Mexiko und Thailand, also in überwiegend tropischen oder subtropischen Regionen der Erde. Der Hibiskus, wie wir Teetrinker ihn kennen, besteht aus den zur Fruchtzeit geernteten und dann getrockneten Kelchen und Außenkelchen der Hibiskuspflanze. Die fleischigen und leicht brüchigen, trockenen Kelche haben nach ihrer Blütezeit bereits ihre typische, rote Färbung angenommen. Ein Teeaufguss aus Hibiskusblüten ist sowohl pur, als auch in Form einer Früchteteemischung eine herrliche Erfrischung für Durstige! Probier deinen Hibiskustee doch auch mal gekühlt im Sommer!


Geschnittener Ingwer

Ingwer ist eine krautige Pflanze die zwischen 50 - 150 cm hoch werden kann. Durch den langen Stängel und die langen Laubblätter sieht die Pflanze ein wenig aus wie Schilf. Das unscheinbare Aussehen lässt nicht vermuten wie aussergewähnlich die Frucht ist - Ingwer zählt zu den bekanntesten Kräutern und Gewürzen. Das Besondere des Ingwers versteckt sich in seiner Wurzel mit ihrem einzigartigen, hocharomatischen, süß-scharfen Geschmack. Seit Jahrtausenden wird Ingwer in vielen verschiedenen Kulturen geschätzt und verwendet. Auch in unseren Breitengraden ist er aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ingwer gibt es in unglaublich vielen Varianten die uns täglich umgeben. Ein besonderer Genuss ist Ingwertee. Entweder als Ingwer pur oder als geschmacksgebende Zutat in einer anderen Teesorte.


Japanische Maulbeerblätter

Die Japanischen Maulbeerblätter, auch Kuwa genannt, stammen aus der Yamanashi-Präfektur, die seit dem 10. Jahrhundert für ihre Seidenkultur bekannt ist, wo die Blätter ursprünglich als Futtermittel für die Seidenraupen genutzt wurden. Später wurde der großblättrige Maulbeerbaum, dessen Blätter einer Legende zufolge in dem Segen des Drachengottes des Shibireko Sees ihren Ursprung haben und daher auch den Namen "Dragon God" tragen, kultiviert. Bis heute gilt Yamanashi als Wiege der Maulbeerprodukte. Das Anbaugebiet liegt in einer Hähenlage von 300 - 700 m und es sind die daraus folgenden Temperaturdifferenzen, die für den charaktertypisch süßen, leicht grasigen und milden Grüntee ähnelnden Geschmack verantwortlich sind. Die Herstellung entspricht der Japanischen Teekultur der Handpflückung und Wasserdampfdestillation anstatt Fermentation. Ein aussergewähnlicher Genuß mit einem unverkennbaren Geschmack!


Moringablätter

Diesen Baum kann man essen! Der legendären Moringabaum hat seine Wurzeln in den nordindischen Provinzen Agra und Oudh am Fuße des Himalayagebirges. Wegen seiner Vitalstoffdichte und haromisierenden Kräfte wurde er bereits in 5.000 Jahre alten indischen Schriften erwähnt. Inzwischen wird er jedoch auch auf anderen Kontinenten wie Südamerika, Afrika und Asien angebaut. In den Blättern des Moringa-Baumes sind sämtliche lebenswichtige Aminosäuren und Fettsäuren und eine große Bandbreite an Vitaminen und Mineralstoffen enthalten. Der Anteil ist häher als in allen bekannten Gemüsesorten. Und man kann die Blätter als Salat oder Gemüse essen. Kleine Kooperativen die überwiegend in Tansania und Kenia anzufinden sind, produzieren dort Moringa in hervorragender Qualität denn die Ernte erfolgt frühestens nach 3 Jahren. Diesen schonenden Anbau kann man sehen und schmecken. Sehen kann man die leuchtend-grünen Blättern und der Geschmack des Tees aus diesen Blättern ist einzigartig. Würzig-frisch, mit angenehmer, leicht süßlicher Note, schmecken die Blätter dieses "Wunderbaumes" definitiv nach "mehr".


Kamillentee

Die ursprünglich in Süd- und Osteuropa verbreitete Kamille fühlt sich heute praktisch in ganz Europa heimisch. Die Kamille wurde vom Verband Deutscher Drogisten (VDD) bereits 1987 zur ersten Arzneipflanze des Jahres gekürt und 2002 wählte man sie zur Heilpflanze des Jahres. Kein Wunder, denn schließlich kann sich wohl jeder daran erinnern schon als Kind bei verschiedensten Wehwechen eine Tasse Kamillentee serviert bekommen zu haben. Die Kamille, in Form getrockneter Blüten, ist zu jeder Jahreszeit eine hervorragene Wahl als koffeinfreies und bekämmliches Getränk das heiß und kalt gleichermaßen gut schmeckt. Bei Erkältungen darf auch das Gesicht mit dem heißen Dampf eines Kamillenbades verwähnt werden.


Nana Minze

Kaum ein Produkt ist unter so vielen unterschiedlichen Namen gleichermaßen stark bekannt als die Nana Minze. Nana, gesprochen etwa na'naa', bezeichnet in Arabisch und Persisch die Minze. Der Name "Spearmint" ist wohl den meisten aufgrund des gleichnamigen Kaugummies geläufig. In Marokko ist die Nana Minze Bestandteil des Nationalgetränks. Dazu wird Grüner tee mit 60 - 80 Grad hei0em Wasser aufgebrüht und dann wird neben viel Zucker auch die Minzu hinzugegeben. Ob heiß oder gekühlt ist der Minztee ein köstlicher Durstläscher.


Pfefferminztee

Die wild wachsende Pfefferminze ist vermutlich ein Zufallsprodukt das von Mutter Natur so nie geplant war. Sie ist wohl eine Kreuzung aus zwei anderen Minzearten und unterscheidet sich von anderen Minzen vor allem durch den hohen Menthol- und niedrigen Carvongehalt. Außerdem ist die Pfefferminze noch ziemlich jung denn sie wurde erst 1696 entdeckt wogegen andere Minzen schon viel länger verwendet werden. Den Namen "Pfeffermizne" hat sie wegen des etwas schärferen Geschmacks erhalten. Zu finden ist die Pfefferminze nur in Mittel- und Südeuropa. Kultiviert wird sie heute im gesamten europäischen und nordafrikanischen Raum und hat einen reinen, erfrischenden, mentholartigen Charakter. Für den Tee werden die Blätter der Pfefferminze verwendet da in ihnen das ätherische Pfefferminzäl enthalten ist.


Salbeiblätter

Der Salbei ist ein Halbstrauch, der eine Hähe von bis zu 70 cm erreichen kann und fast weltweit verbreitet ist. Einzig in Antarktika und Australien ist er nicht zu finden. Die an den hälzernen Ästen wachsenden, länglichen und behaarten Blätter, die so kästlich würzig-aromatisch duften, haben eine olivgrün-graue Farbe. Der Geschmack von Salbei ist ganz typisch und leicht bitter. Die jungen, frischen Laubblätter und Blüten kännen roh, überbrüht oder eingelegt gegessen werden. Und natürlich kann mit Salbei auch ein hervorragender Kräutertee gemacht werden. Dazu verwendet man die frischen oder getrockneten Blätter.


Zitronengras

Zitronengras ist eine Pflanzenart die aus der Familie der Süßgrasgewächse stammt. Hauptsächlich ist Zitronengras in Süd- und Südostasien, Sri Lanka, Indien und Australien beheimatet. Andere Namen sind Citronella oder Lemongrass. Die schilfartigen grünen Teile der Pflanze, insbesondere die saftigen Halme und die Basis der Blätter, werden vor allem frisch in der Küche als Gewürz verwendet. Wenn es getrocknet ist wird es geschnitten oder auch gemahlen verwendet. Die frischen oder getrockneten Blätter, so wie wir sie aus Teemischungen kennen, werden gerne für den herrlich durstläschenden Tee verwendet.

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